Mit Farb- und s/w-Abbildungen. Parkhäuser gehören zum selbstverständlichsten "Inventar" moderner Städte. Dennoch sind sie übersehene Räume - nicht nur lebensweltlich, sondern auch (kultur-)wissenschaftlich. Das Buch schließt diese Lücke. Es dokumentiert die rund 100-jährige Kulturgeschichte von Parkhäusern, deren Funktion nicht in Profanität aufgeht. Sie erweisen sich vielmehr als mythische Orte, die Geschichten zum Verhältnis von Individuum, Stadt und Automobilität erzählen. Sie sind "andere Räume" (Michel Foucault), die Bedeutungen kommunizieren: über Baustoffe, Konstruktionen, Technologien und ästhetische Formen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.11.2007
Gemischte Gefühle hat Jürgen Hasses Kulturgeschichte des Parkhauses bei Rezensent Andreas Dorschel ausgelöst. Zwar schien ihm eine eingehende Reflexion über diesen merkwürdigen ungeliebten, gleichwohl unverzichtbaren Ort seit langem "überfällig". Auch findet er in Hasses hundertjähriger Geschichte des Parkhauses eine Fülle von "überraschenden Details" über diese Art von Gebäuden. Aber zu seinem großen Bedauern krankt das Buch am Jargon der cultural studies. So hält er dem Autor vor, den Gegenstand seiner Untersuchung durch gespreizten Stil und allerlei kulturwissenschaftliche Phrasen eigentlich zu überdecken.
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