Herausgegeben von Knut Ebeling und Stefan Altekamp. Das Stichwort Archäologie hat Konjunktur. Doch Michel Foucaults "Archäologie des Wissens", die dabei oft im Hintergrund steht, fußt auf einer langen Vorgeschichte archäologischer Metaphorik. Der Band rekonstruiert diesen Diskurs, der in der heutigen Medienarchäologie kulminiert, von Kant über Freud bis zu Foucault.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2004
Recht angetan zeigt sich Michael Adrian von diesem, von Knut Ebeling und Stefan Altekamp herausgegebenen Sammelband, der die Aktualität des Archäologischen in Wissenschaft, Medien und Kunst beleuchtet. Seit Foucault sei das Archäologische als Begriff, Metapher, Methode aus den Kulturwissenschaften nicht mehr wegzudenken.. Kant, Foucault und Husserl würden hier als philosophische Archäologen in statu nascendi vorgeführt, Aby Warburgs Bilderatlas als archäologisch inspiriertes Unternehmen beschrieben. Richard Armstrong informiere über die Bedeutung der Archäologie für Freud, den man nicht als säkularen Beichtvater zu verstehen dürfe, sondern als Ausgräber der Vorgeschichte des Individuums. Knut Ebeling akzentuiere die interpretationsbedürftige Materialität archäologischer Funde, und Stefan Altekamp berichte Ernüchterndes über den ins Unendliche anschwellenden archäologischen Datenstrom. Interessant findet Adrian auch Dietmar Schmidts Beitrag, der der Bedeutung von Küchenabfällen für die Erforschung der Prähistorie nachgeht. Freilich: "Was an unseren Abfällen einmal lesbar sein wird", so der Rezensent, "darüber gibt die vorliegende Sammlung keinen Aufschluss."
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