Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.09.2006
Als ausnehmend instruktiv wertet Rezensent Martin Dinges diese Einführung in die Geschichte der Männlichkeit, in der Jürgen Martschukat und Olaf Stieglitz den historischen Wandel männlicher Leitbilder in den Blick nehmen. Er attestiert den Autoren, ihr Thema stets politisch korrekt und kritisch reflektiert zu verfolgen: die Leistungen der Frauen- und Geschlechterforschung werden ebenso angemessen gewürdigt wie gängige Paradigmen wie zum Beispiel "Identität und Differenz" oder "Krise und Hegemonie" kritisch hinterfragt werden. Im Mittelpunkt der Arbeit sieht Dinges die Themenkomplexe "Männer zwischen Familie und Arbeitsleben", "Formen männlicher Sozialität" und schließlich "Sexualitäten". Besonders aufschlussreich findet er die kritischen Bemerkungen zum zeitgebundenen Konzept des Männerbundes sowie die Ausführungen zur Sexualitätsgeschichte, die insbesondere auf die zahlreichen Verbindungen von männlicher Sexualität und Herrschaft eingehen. Lobende Worte findet der Rezensent schließlich für die kommentierten Quellentexte am Ende des Bandes sowie die ausgezeichnete umfangreiche Bibliografie.
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