Antifeminismus will die Errungenschaften der (queer)feministischen Bewegungen zurückdrehen: durch Begriffsumdeutungen, durch Angriffe auf reproduktive Rechte, auf Ressourcen und Gleichstellungsmaßnahmen. Hier treffen sich nicht nur Konservative, extreme und vermeintliche Neue Rechte in einer Ideologie von Frauen*hass, Homo-, Inter*- und Trans*feindlichkeit, dem Wunsch nach einer binären Geschlechterordnung und einer Männlichkeit, die gemeinhin als "toxisch" bezeichnet wird.Antifeminismus ist auch tödlich: Der Glaube an die männliche Vorherrschaft ist die Grundlage für Beziehungsgewalt, sexualisierte Gewalt, Femizide und antifeministischen Terrorismus. Paradoxerweise hat die antifeministische Rechte "Frauenrechte" dort für sich entdeckt, wo die "weiße Frau als Opfer" eine neue, doch zugleich altbekannte, Mobilisierungskraft entfalten kann: in Kandel, Chemnitz, Wien oder Berlin. Diese rassistischen Frauenrechtskämpfe werden in der antifaschistischen Kritik als reine Instrumentalisierung gesehen - ein sexistischer Reflex. Das Engagement rechter Frauen* für "Frauenrechte" ist für diese ein Akt der Selbstermächtigung, doch antifeministisch. Dagegen stellt dieses Buch einen Feminismus, der die Fundamente der patriarchalen Ordnung hinterfragt, der Männlichkeit nicht heilen will und grundlegend antifaschistisch ist.
Der Rezensentin Marlen Hobrack zufolge ist dieses Buch ein "Kompendium zu rechten Diskursen, Frauen und Feminismus" mit besonderem Blick auf Österreich. Der Kritikerin wurde damit ein Einblick in die Strategien innerszenischer Mobilisierung und (neu)rechter Rhetorik gewährt, den sie durchaus wertvoll fand. Ihrer Meinung nach fehlt es der Studie aber an soziologischen und psychologischen Erklärungsversuchen für den Frauenhass, der schlicht als Folge der "Konkurrenz um Ressourcen" dargestellt werde.
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