Jürgen-Peter Stössel versammelt in diesem Band eine Auswahl seiner in den letzten zwanzig Jahren entstandenen Gedichte. Als Schriftsteller ist die Lyrik für den Mediziner, Essayisten und Sachbuchautor eine lebensnotwendige Form der Auseinandersetzung mit sich und der gesellschaftlichen Entwicklung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.07.2000
Als Medizinjournalist hat sich der Autor mit der Pharmaindustrie angelegt, schreibt Albert von Schirnding. Jetzt hat er "das meiste hinter" sich; dem 1939 Geborenen ist, wie vielen seiner Generation, das "Oppositionelle und das Scheitern" zum "Lebensthema" geworden. Manches, so von Schirnding, klingt durchaus nach Resignation und zitiert: "Der vergeblichen Versuche/ aufrecht zu gehen/ müde schlag ich/ die Augen nieder/ um mich im Traum/ zu erheben über den Tag/ an dem kein Erwachen mehr schmerzt." Ein beigegebener Prosatext widmet sich der Schwäbischen Alb, dem "Gebirg, durch das der Büchnersche Lenz geht", ein kräftiger Hinweis auch hier wieder auf einen Scheiternden. Dennoch, so von Schirnding, lebt ja das Gedicht als "sprachliches Aufbegehren" immer wieder dagegen an.
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