Wenn Kalle in den Park zum Spielen geht, wird er von den anderen Hunden begeistert begrüßt: Da wird angerempelt, hochgesprungen, und mit der Zunge durchs Gesicht geschleckt. Eigentlich freut Kalle sich auch, die anderen zu sehen. Aber irgendwas fühlt sich dabei nicht gut an. Doch was? Plötzlich wird ihm klar: Er will nicht immer angefasst und getätschelt werden, nur weil er so klein und wuschelig ist. Und so beschließt Kalle: Ab morgen wird er stachelig, wie der Kaktus auf seiner Fensterbank. Die anderen sind perplex, bis es aus Kalle herausplatzt. Doch gemeinsam finden sie eine Lösung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2025
Für Rezensentin Angelika Overath ist Jule Wellerdiek nichts weniger als ein "Komet am jungen Illustratorenhimmel": Das zeigt sich auch in ihrem neuen Buch, in dem sie mit pastelliger Leichtigkeit Fragen rund ums Neinsagen verhandelt. Im Zentrum steht das hundeähnliche Tier Kalle - niedlich, flauschig, sein Fell lädt zum Kuscheln ein, findet Overath. Genau das ist aber das Problem: Kalle möchte nicht mehr gekuschelt werden und um das auch ganz deutlich zu machen, begegnet er seinen Freunden nun im Kaktuskostüm, erfahren wir. Kurzerhand zeigen auch die anderen Tiere, dass sie allesamt Kalles Mut gebraucht haben, um zu sagen, wenn sie etwas nicht wollen - ein wichtiges und schönes Buch, um zu lernen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und Grenzen zu setzen, befindet die Kritikerin.
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