Julia Alvarez verknüpft die Schicksale zweier engagierter Frauen zu einer Poetischen Famileinsaga: Das dramatische Leben der karibischen Dichterin Samlomé Urena und das ihrer Tochter Smila, die sich im Exil auf die Suche nach den Beweggründen des Herzens macht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2001
Fast empfindet man ein wenig Mitgefühl mit der Autorin. Wenn der Rezensent Uwe Stolzmann ihren Roman als das "kollektive Ergebnis eines College-Kurses in Creative Writing" bezeichnet, ist das ein hartes Urteil. Es geht dann auch so weiter, die "Huldigung" an die Nationaldichterin der Dominikanischen Republik, die eine Landsmännin der Autorin war, wird als "ungemein bieder", langatmig und gestelzt kritisiert. Warum, fragt sich der Rezensent, soll der Leser sich für die tote Dichterin Salomé Henríquez interessieren, deren Lyrik heute patriotisch und "hohl pathetisch" klingt. "Brav" werde die Biographie der Henríquez und deren Tochter erzählt, dabei bewege sich die Autorin "schwungvoll" durch Raum, Zeit und Köpfe der Protagonisten. Das Lob "sauber konstruiert" verschwindet eher in den Hintergrund dieser Rezension. Die Autorin lebt in den USA im Exil, und so nennt Uwe Stolzmann ihren Roman eine "Schreibtherapie für entwurzelte Latinos". Er fragt sich, ob die Fragen des Nachwortes, was eine patria sei und wie man ihr dienen könne, wirklich der "Stoff sind, aus dem Literatur entsteht"???
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