"Die Große Mauer" ist Julia Lovells ebenso ambitioniertes wie mutiges Sachbuchdebüt, für das sie in der gesamten englischsprachigen Welt große Anerkennung erlangte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.03.2007
Britisch elegant habe Julia Lovell die "mutige" Mammutaufgabe gelöst, das chinesische Weltbild anhand der Großen Mauer zu interpretieren. Rezensent Martin Wein bewundert zudem eine zeitgeistfreie Unaufgeregtheit, insbesondere wenn die Autorin nicht in die üblichen Warnungen vor dem erwachenden Weltreich einstimme. Ihr Blick richte sich vielmehr auf die immanenten Perspektiven der chinesischen Geschichte, so zum Beispiel, wenn die Mauer im 20. Jahrhundert zum "Maskottchen" und Identifikationssymbol der chinesischen Nationalisten avanciere. Mythologisiert worden, referiert der Rezensent, sei die Mauer aber als erstes von den Ausländern und hier wiederum von den Jesuiten, die sowohl die Ausmaße als auch die strategische Bedeutung des Bauwerks übertrieben hätten. 3000 Jahre chinesische Geschichte, verneigt sich der Rezensent, präsentiere Julia Lovell mit britischem "Understatement" und entsprechend "feiner Ironie".
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