Unveränderter photomechanischer Nachdruck der 6. Ausgabe (1927). Mit einem Stellenregister. Die "Prolegomena" von Julius Wellhausen (1844-1918), erschienen erstmals 1878, enthalten die Bündelung und entscheidende Weiterführung der kritischen Erforschung des Alten Testaments im 19. Jahrhundert. Wellhausens in den "Prolegomena" durchgeführte Quellen- und Tendenzkritik ist zur Grundlage der weiteren wissenschaftlichen Erforschung des Alten Testaments geworden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2001
Friedemann Voigt hat das Buch, das zuerst 1878 erschien und sich mit historischen Fragen des Alten Testaments beschäftigt, mit großem Interesse gelesen. Er weist darauf hin, dass es schon nach seinem erstmaligen Erscheinen "heftig umstritten" war, weil nicht nur die gängige Datierungen der einzelnen Schriften des Alten Testaments umgekehrt würden, sondern auch die Rolle der Propheten anders gedeutet werde als es üblich war. Sowohl Nietzsche als auch Max Weber hätten dieses Buch sehr aufmerksam gelesen, erläutert der Rezensent, der Wellhausen als einen eher schriftstellerischen, der nackten Theorie abgeneigten Autor charakterisiert: Und die detektivische Konkretheit seines Vorgehens, das für die Zeit sehr innovative soziologische Ansätze einschließt, findet auch heute noch Voigts Bewunderung. Dass die "Prolegomena" nun wieder in einer "handlichen" Ausgabe vorliegen, freut den Rezensenten, und er ist davon überzeugt, dass die Lektüre "zeitlose Gegenwart" verspricht.
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