Ist Frieden zwischen Israel und den Palästinensern noch möglich? Wie kann der Nahost-Konflikt gelöst werden? Können die deutschen Linken einen positiven Beitrag dazu leisten? Ist die Solidarität mit allen Opfern obsolet? Die Autoren beschreiben die Wurzeln des Konflikts, seine Entstehung und Entwicklung im Lauf von mehr als hundert Jahren. Sie zeigen die verschiedenen Strömungen innerhalb des Zionismus auf und die Auseinandersetzungen in der deutschen Arbeiterbewegung mit dem Antisemitismus. Sie untersuchen die Begleiterscheinungen der Staatsgründung Israels im Kontext des deutschen Faschismus und des Holocaust sowie des beginnenden "Kalten Kriegs". Sie diskutieren die Bedeutung von Begriffen wie Zionismus, Kolonialismus, Imperialismus und ihres jeweiligen Gegenparts: Antizionismus, Antikolonialismus und Antiimperialismus als Reizwörter der aktuellen Debatte. Die Autoren wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Kenntnis und Erkenntnis an die Stelle von Bekenntnis treten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.09.2009
Das Thema scheint irgendwie peinlich zu sein. Rezensent Jörg Später wünscht sich, dass es "endlich mal durch" wäre, als wäre Antizionismus, der häufig ein verkappter Antisemitismus ist, nicht konstitutiv für Geschichte und Mentalität vieler linker Bewegungen. Zwei Bücher bespricht Später zu diesem Thema, den vorliegenden Band und Peter Ullrichs Dissertation "Die Linke, Israel und Palästina". Den vorliegenden Band bringt Später in Zusammenhang mit Gregor Gysis Kritik an linkem Antisemitismus in seiner eigenen Partei "Die Linke", und die Autoren vollziehen laut Später gewissermaßen parteioffiziell (zumindest Wolfgang Gehrcke benennt Später als PDS-Mitglied) diese Kritik nach, nicht ohne Lehrmeisterei, wie es scheint, und offenbar nicht gerade mit revolutionären Erkenntnissen. Die Lösungsvorschläge der Autoren für das Nahostproblem erscheinen dem Rezensenten besonders banal.
Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…