Herausgegeben von Jochen Becker, Madeleine Bernstorff und Sandra Schäfer. 1979: Im Iran wird der Schah gestürzt, die islamische Republik entsteht; parallel eskaliert mit dem sowjetischen Einmarsch der Bürgerkrieg in Afghanistan. Bilder über Afghanistan waren seither zumeist Bilder der Zerstörung. Diesen Außenansichten setzt "Kabul/ Teheran 1979 ff" Perspektiven aus Kabul entgegen. Nachrevolutionäre Filme aus dem Iran gewinnen Preise auf internationalen Festivals; zugleich steht Kino im Iran selbst für Modernität. Die iranische Filmszene unterstützt und beeinflusst die wieder entstehende afghanische Filmproduktion. Auch die vielen afghanischen Flüchtlinge, die im Iran leben, verbinden beide Länder. So wurde der Bauboom in der Megastadt Teheran maßgeblich von AfghanInnen bewerkstelligt.
Dietmar Kammerer findet diesen Sammelband, der in über 30 Beiträgen den Stadt- und Filmlandschaften in Iran und Afghanistan nachgeht, überaus aufschlussreich und preist als seinen größten Vorzug, dass er die Metropolen Kabul und Teheran nicht von außen betrachten, sondern sie in eigenen künstlerischen und architektonischen Erzeugnissen von innen heraus zeigen kann. Nachdem er über den scheinbaren Widerspruch zwischen den Schwerpunkten des Bandes, nämlich Stadtentwicklung und Filmgeschichte zu untersuchen, hinweggekommen ist, lobt Kammerer diese materialreiche Sammlung als überaus gewinnbringend und meint, dass man über diese Betrachtungsweise sehr viel mehr über den Alltag in den krisengeschüttelten Großstädten erfahren kann, als aus dem im westlichen Ausland vermittelten Bild.
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