Wirtschaftskriminologie I:
Dieses Werk behandelt die Kriminalität der Wirtschaftsgesellschaft und beschränkt sich nicht auf die typischen Wirtschaftsstraftaten, sondern nimmt auch die verbreiteten Kriminalitätsformen der bürgerlichen Mitte in den Blick, Bagatelldelikte wie Ladendiebstahl und "Schwarzfahren", aber auch gravierendere Delikte wie Versicherungsbetrug, Kreditbetrug, Urheberrechtsverletzungen, Korruption oder Steuerhinterziehung. Es handelt sich vielfach um Formen einer Jedermannskriminalität, die mit der Berufs- und Unternehmenskriminalität zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweist.
Aber woher kommt diese Gier der Wohlstandkriminalität? Ist die moderne Marktwirtschaft nur Treiber oder trägt sie auch zur Prävention bei?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.01.2017
Jochen Zenthöfer hält das erste deutschsprachige Lehrbuch der Wirtschaftskriminologie in Händen. Neben theoretischen Erklärungen offeriert ihm der Autor Kai-D. Bussmann Beispiele aus der Praxis, denkt über Sinn und Zweck von Schildern, die vor Ladendiebstahl warnen, und der sozialintegrativen Rolle von Delikten wie Produktpiraterie nach. Bussmanns Thesen überzeugen Zenthöfer allerdings nicht immer, da der Autor oft mit Bauchgefühl statt mit Empirie vorgeht. Vermisst hat der Rezensent im Buch eine Auseinandersetzung mit der Kriminalität von Ausländern und Flüchtlingen. Wichtig, schon um gewissen Mythen entgegenzuwirken, meint Zenthöfer.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…