Karl-Heinz Meier-Braun

Schwarzbuch Migration

Die dunkle Seite unserer Flüchtlingspolitik
Cover: Schwarzbuch Migration
C.H. Beck Verlag, München 2018
ISBN 9783406721106
Kartoniert, 192 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Wer die politischen Debatten in Deutschland verfolgt, der muss den Eindruck bekommen, als sei die deutsche Flüchtlingspolitik nach wie vor von der Willkommenskultur des Jahres 2015 geprägt. Doch anders als Parteien wie die AfD behaupten, war die damalige Offenheit eine historische Ausnahme. Davor und danach versuchte Deutschland sich abzuschotten - auf Kosten der Flüchtlinge und der südeuropäischen Länder. Karl-Heinz Meier-Braun erinnert an die lange Geschichte der Ausländerdebatten in der Bundesrepublik und zeigt, dass Deutschland schon lange ein Einwanderungsland ist, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen. Damals wie heute versucht die deutsche Politik mit aller Macht, den Flüchtlingsstrom zu begrenzen. Dabei nimmt sie vieles in Kauf: schmutzige Deals mit fragwürdigen Regimen und brutalen Milizen, immer mehr tote Flüchtlinge im Mittelmeer und in der Sahara, eine Aufrüstung an den Außengrenzen der EU, menschenunwürdige Zustände in den überfüllten Auffanglagern in Italien und Griechenland, Abschiebungen in Krisenländer sowie eine fortschreitende Aushöhlung des Asylrechts in Deutschland.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2019

Was der Politikwissenschaftler Karl-Heinz Meier-Braun, Integrationsbeauftragter beim SWR, in seinem Buch schreibt, erinnert den Rezensentein Thomas Speckmann daran, dass bereits vor zwanzig Jahren in der EU-Politik um die mangelnde Kooperationsbereitschaft bei der Zuwanderungspolitik gestritten wurde. Die Kritik, die der Autor am Fortkommen der Diskussion heute übt, kann Speckmann nachvollziehen. Realistisch und von verhaltenem Pessimismus erscheint ihm der Blick des Autors in die Zukunft. Seine Hoffnungen auf die EU-Parlamentswahlen im Mai und das Engagement der Bürger würde der Rezensent gerne teilen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.04.2018

Günter Beyer empfiehlt Karl-Heinz Meier-Brauns Schwarzbuch zur Migration als Erinnerung an eine lange Geschichte einer fragwürdigen Flüchtlingspolitik. Von der Aufnahme heimatvertriebener Deutscher nach '45 über die Gastarbeiterjahre bis zur "Willkommenskultur" von 2015 reicht der historische Abriss, den Beyer mit Interesse liest. Zutreffend findet er, wenn der Autor von einer Lebenslüge schreibt, hinter der die EU ihre Grenzen erweitert, indem sie in Transitstaaten aufrüstet. Wohltuend findet Beyer auch die parteipolitische Neutralität des Autors. Quellenangaben hätten dem Buch gut gestanden, meint er.

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