Politisch Verfolgte genießen Asyl, so steht es immer noch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Was zunächst durch die Erfahrung des Nationalsozialismus festgeschrieben wurde, ist mittlerweile in der Praxis starken Einschränkungen und gesetzlichen Regelungen unterworfen. An exemplarischen Beispielen werden die Gründe, die zur Asylsuche führen, etwa Krieg oder Verfolgung aus politischen, religiösen oder rassistischen Gründen dargestellt. Neben rechtlichen Fragen und gängiger Asylpraxis werden jedoch auch Lebenswege und Erfahrungen von Flüchtlingen behandelt. Der Schlussteil beschäftigt sich mit der zu erwartenden Veränderung des Asylrechts in der Europäischen Union bis zum Jahre 2004.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.01.2004
Der seine Kurzkritik des Buches über politisches Asyl mit dem Kürzel "anme" zeichnende Rezensent zeigt sich sehr angetan von den Ausführungen des Autors. Er lobt das Buch, in dem die Geschichte des Asylrechts, die politischen Hintergründe und die "praktische Umsetzung" als "informativ und unaufdringlich" und er betont insbesondere, dass der Autor Karl Kopp auf den moralischen Zeigefinger verzichtet und dennoch deutlich machen kann, dass es sich bei den um Asyl Suchenden nicht um lästige Schmarotzer, sondern in den meisten Fällen um "Menschen in Not" handelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.08.2002
Enttäuscht äußert sich Gitta Düperthal über die leidenschaftslose "Bürokratensprache", in der das Buch abgefasst sei. "Wie ein leicht verstaubtes Schulbuch für den Geschichtsunterricht liest sich das Buch stellenweise: theorielastig, abgehoben." Umso verwunderlicher für die Rezensentin, da Karl Kopp seit Jahren Europa-Referent von Pro Asyl ist. Der Autor vermeide es, einen dezidierten Standpunkt einzunehmen, er zähle politische Richtlinien auf, "ohne sie kritisch einzuordnen". Klarer wird es für Düperthal im historischen Teil, in dem an konkreten Beispielen die oft entwürdigenden Flüchtlingsprozeduren der europäischen Länder und die lebensbedrohlichen Situationen geschildert werden, in denen sich Asylsuchende wiederfinden. Doch auch hier wirft Düperthal dem Autor vor, Verantwortliche nicht zu benennen und insgesamt unpräzise zu bleiben.
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