Herausgegeben von Suzanne Kirkbright. Eine Romreise leitet den neunzehnjährigen Studenten Karl Jaspers auf neue Lebenswege. An einer unheilbaren Krankheit leidend, kämpft Jaspers als Patient in polemischen Gesprächen gegen den diagnostizierenden Arzt. In Briefen an die Familie erkennen wir den Vorwärtsstrebenden, der die Würde des Menschen verteidigt. Die Italienbriefe zeigen Jaspers als geübten Zeichner und Kunstliebhaber. Seine Beobachtungsgabe ist auf den Menschen gerichtet; der Student zeigt einen Hang zur Karikatur. Jaspers? Briefe zeichnen den Weg zu einer Kommunikationsdynamik, die sich erst in den Konturen des späteren Werks des Philosophen entwickelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2006
"Sehr lesbar" findet Christian Geyer diese Edition von Karl Jaspers' Italienbriefen vor allem deshalb, weil sich in dem Briefwechsel des jungen Jaspers mit seinen Eltern für ihn bereits Merkmale von dessen späterer Existenzphilosophie erkennen lassen. Die frühe Prägung durch ein chronisches Leiden und durch die damit eingeforderte Disziplin wird Geyer bei der Lektüre ebenso ersichtlich wie das sich im von Jaspers vehement verteidigten Willen zur Italienreise offenbarende weitreichende Bekenntnis zur Antike: Der Boden, so Geyer, auf dem Jaspers Philosophenleben gründet.
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