Paul Zsolnay Verlag, Wien 2026
ISBN
9783552076181 Gebunden, 144 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Karl-Markus Gauß, der literarische Kartograf der europäischen Ränder, ist wieder auf Reisen gegangen. In Bosnien sucht er nach den Spuren einer multikulturellen Welt und findet sie bei seinem verstorbenen Freund Dževad Karahasan. In Slowenien folgt er den Lebenswegen zweier tapferer Frauen, einer legendären Anwältin, die sich die Freiheit nahm, bald als Frau, bald als Mann zu leben, und einer kleinwüchsigen Schriftstellerin, deren Bücher auf der ganzen Welt gelesen wurden und die in der Stadt, die sie jetzt feiert, völlig verarmt gestorben ist. Und warum das obersteirische Bruck an der Mur und Beloiannisz in der ungarischen Puszta eigentlich auf dem Peloponnes liegen und Österreich auch eine griechische Geschichte hat, ist aus der dritten Reiseerzählung zu erfahren.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.02.2026
"Hellsichtig und beschenkt" kommt Rezensent Ulrich Rüdenauer von den literarischen Reisen nach Slowenien, Sarajevo und in die Obersteiermark zurück, die er mit dem neuem Buch von Karl-Markus Gauß unternehmen kann. In Sarajevo besucht Gauß den Heimatort des verstorbenen Dichters und Freunds Dževad Karahasan, der ihm nun zum "imaginären Begleiter" wird. Auf seiner Slowenien-Reise begibt er sich dann auf die Spuren von Ljuba Prenner, einer Rechtsanwältin, die in Männerkleidern auftrat, und Alma M. Karlin, einer gefeierten Schriftstellerin und trotz zahlreicher Gebrechen leidenschaftlich reisenden Frau. Mit ansteckender Neugier widmet sich Gauß Landschaften wie Menschen, freut sich der Kritiker, der hier einen "minutiösen Historiographen" am Werk sieht. Diesem eleganten und nuancierten Reiseführer vertraut sich er sich nur allzu gerne an.
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