Herausgegeben von Bernhard Schmid und Christoph F. Lorenz. In Band 90 der Werkausgabe wird eine echte Sensation geboten - in Gestalt des letzten bisher noch gänzlich unveröffentlichten Prosatextes aus Karl Mays Nachlass: "Der verlorene Sohn"! Zuerst allerdings führt die Titelgeschichte in die österreichische Hauptstadt, wo der aus früheren Bänden bekannte 'Wurzelsepp' wieder einmal auf der Spur krimineller Umtriebe unterwegs ist. Ins manchmal liebenswert heitere, manchmal hinter der Fassade aber auch unheimlich-finstere Leben in Dorf und Kleinstadt des sächsischen Erzgebirges geht es in den weiteren Erzählungen. Christoph F. Lorenz kommentiert die Entstehungsumstände und literarischen Hintergründe der Texte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.11.2014
Die gesammelten Werke von Karl May hatten mit den Briefbänden einundneunzig bis vierundneunzig eine Ein-Band-Lücke entstehen lassen, die eingefleischte Sammler wahrscheinlich ganz fuchsig gemacht hat, vermutet Judith von Sternburg. Die Lücke kann mit "Verschwörung in Wien und andere Erzählungen" jetzt geschlossen werden, verkündet die Rezensentin, und die enthaltenen Geschichten der "Kolportage-Phase" sind besser und weniger schlüpfrig als Mays Münchmeyer-Werken gemeinhin unterstellt wird, so von Sternburg, die ein wenig bedauert, dass die vielversprechend anhebende, als einzige bislang noch unpublizierte Erzählung "Der verlorene Sohn" vom Herausgeber nur mit dem Hinweis "Ende leider unbekannt!" kommentiert werden kann.
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