Vom Anti-Blockier-System bis zum Zankapfel: In einem Streifzug durch die deutsche Sprache geht Karl-Wilhelm Weeber deren griechischen Wurzeln auf den Grund. Der Leser lernt dabei die wahre Identität des Banausen kennen und erfährt, wer denn nun die Eulen nach Athen getragen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2008
Wolfgang Schuller hat fast nur Gutes zu sagen zu diesem heiteren Nachschlagewerk von Karl-Wilhelm Weeber. Dass es genau den Mittelweg nimmt zwischen trockener Erbsenzählerei und ranschmeißerischem Aktualisierungsversuch, zum Beispiel. Dass Weeber abgesehen von Informationen eben auch Witz und Geist zu bieten hat. Etwa im Kapitel, das die heutige Jugendsprache aufs Griechische hin abklopft oder in einem fiktiven Gespräch zwischen Michael Schuhmacher und Archimedes. Schuller stellt uns den Band seiner inneren Ordnung nach vor, von der Erörterung griechischer Wortstämme bis hinzu einzelnen Wortgruppen (Gastronomie, Medizin, Politik etc.) und -geschichten. Immer findet er, was er liest, informativ und heiter, nie peinlich. Bei soviel Lob erscheinen die richtigstellenden "Einzelbemerkungen", mit denen Schuller seine Besprechung enden lässt, marginal.
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