Karlheinz Braun

Herzstücke

Leben mit Autoren
Cover: Herzstücke
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2019
ISBN 9783895612541
Gebunden, 680 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Mit einem umfangreichen Personenregister. Niemand hat das deutschsprachige Theater der vergangenen sechzig Jahre so intensiv begleitet wie Karlheinz Braun. Von der Frankfurter 'neuen bühne' mit ihren Uraufführungen von Günter Grass bis Nelly Sachs ging er 1959 in den Suhrkamp Verlag, wo er den Theaterverlag aufbaute: von Max Frisch, Peter Weiss und Martin Walser bis zu Martin Sperr und Peter Handke. Braun gehörte zu dem legendären Lektorat, das 1968 den Suhrkamp Verlag nach dem 'Aufstand der Lektoren' verließ und den Verlag der Autoren gründete, der in den nächsten Jahrzehnten zur wichtigsten Adresse deutscher Theater- & Filmautoren werden sollte. 'Herzstücke' erzählt diese Geschichte und damit die von über hundert Autoren wie Botho Strauß, Dea Loher, Heiner Müller, Rainer Werner Fassbinder, Thea Dorn, Wim Wenders & F. K. Waechter. Der Blick zurück eines leidenschaftlichen Theatermenschen auf ein Leben mit Autoren, ihre Erfolge und Niederlagen, und damit auch eine große Kulturgeschichte des deutschen Theaters und Films aus erster Hand.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.07.2019

Rezensent Helmut Böttiger hat viel Freude an diesem dicken Erinnerungsband von Karlheinz Braun. Dass der Lektor und Mitbegründer des Verlags der Autoren sich mehr für Theatergeschichte als für die eigene Biografie interessiert, geht für den Kritiker in Ordnung: In der Sammlung von "Porträts, Gedankensplittern und Theaterbildern" kommt der Rezensent Grass, Frisch, Weiss oder Strauß dank Braun ganz nahe, liest Vertrautes ebenso wie Neues und findet: "Dieses Buch ist jetzt schon Theatergeschichte".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2019

Für Hubert Spiegel ist der Theaterlektor und Verleger Karlheinz Braun ein wichtiger Bestandteil des deutschen Theaters nach '45. Brauns Erinnerungsbuch strotzt nur so vor großen Autorennamen, Begegnungen, Theater-, Verlags- und Kulturgeschichte, meint er. Faszinierend findet er Brauns lebendig und detailliert, doch nie geschwätzig geschilderten Lebensweg, die Darstellung von Premieren, Konflikten, Umbrüchen in der Branche. Dass der Autor immer wieder Atem holt und reflektiert, erlebt Spiegel ebenfalls als Gewinn.
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