Kann das Christentum dem Menschen des dritten Jahrtausends seine Bestimmung geben? Kann die Frohe Botschaft des Neuen Testaments noch immer bekehrend wirken? Hat uns metaphysische Theologie noch etwas zu sagen? Welche Vernunft entspricht der christlichen Offenbarung? Die Arbeit untersucht das Verhältnis der Postmoderne, der nachmetaphysischen Moderne und der klassischen Metaphysik zur christlichen Offenbarung. Exemplarisch rücken dabei das Denken von Foucault, Nietzsche, Augustinus und Paulus in den Blick.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.12.2004
Foucault, Nietzsche, Augustinus und Paulus? Eine seltsames Quartett, meint der "mim" zeichnende Rezensent. Und ein origineller Gedanke, der die vier in der sorgfältig argumentierten Habilitationsschrift von Karlheinz Ruhstorfer verbindet: Das paulinische Motiv der Bekehrung, das man ja nicht nur religiös, sonderen auch allgemeiner verstehen kann, "im Sinne einer radikalen Umkehr". Wenn es also, wie bei diesen vier Denkern, um die Wesensbestimmung des Menschen geht, dann hat man flugs eine Brücke von der Spätantike über die nihilistischen Kehrtwende Nietzsches zur Postmoderne geschlagen. Anerkennung!
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