Aus dem Amerikanischen von Monika Osberghaus. Mit zahlreichen bunten Bildern. Im Frühling, in einer braunen Erdhöhle, wird ein Fuchsbaby geboren. Sogleich will es die Welt erkunden - aber seine Eltern halten es zurück. "Du bist noch nicht so weit" sagt sein Vater. Erst soll der kleine Fuchs lernen, wo er etwas zu Fressen findet oder wie man Mäuse fängt. Er muss begreifen, dass es Gefahren gibt, vor denen man sich verstecken und Winter, für die man Vorräte anlegen muss. Und die Tage kommen und gehen. Und der kleine Fuchs wird groß und stark. Er merkt: Jetzt ist es soweit, er kann alleine in die Welt hinaus. Und Mama Fuchs weiß es, und Papa Fuchs weiß es auch: Es wird ihm gut gehen. Diese wunderbar poetische Geschichte von Kate Banks hat der Maler Georg Hallensleben mit so prächtigen, die Seiten füllenden Acryl-Bildern versehen, dass man sie sich allesamt am liebsten an die Wand hängen möchte. Sie strahlen Wärme aus, erfassen die Spannung und zeigen, wie das elterliche Zutrauen in das Kind wächst. Ein Bilderbuch, auf dessen allabendliches gemeinsames Vorlesen und Betrachten sich Eltern wie Kinder gleichermaßen freuen werden!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007
Etwas prätentiös ist diese Besprechung von Freddy Langer, der die Referenzen weit spannt, in denen er sich beim Lesen dieses Kinderbuches bewegt. Da wird schon mal T.S. Eliot bemüht und "das stete Kommen und Gehen" in dem sich "der Atem der Welt offenbart". Jedenfalls aber mag Langer dieses Buch, in dem ein kleiner Fuchs langsam größer wird und am Ende endlich selbst in die Welt ziehen darf. So sehr ihm das Geschichtchen gefällt, das die Autorin beziehungsweise ihre Übersetzerin Monika Osbergshaus erzählen: Eigentlich sei es ja "ein Buch von Georg Hallersleben", meint Langer. Erst dessen Illustrationen nämlich verdeutlichten die Perspektive des kleinen Fuchses in seiner kleinen Welt und zeigten schließlich überzeugend den "Abschied von den Eltern". Ein füchsischer "Bildungsroman".
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