Der Geräuschehändler ist Spezialist für besonders klangvolle Wünsche: Das Gespenst braucht gruselige Geräusche, der Straßenlaterne ist es nachts zu still und der verzweifelte Clown wünscht sich Trommelwirbel, weil das Zirkusorchester erkrankt ist. Kein Problem für den Geräuschehändler! Für all diese Kunden packt er in seinem zauberhaften Laden ein individuelles Tütchen: Er tropft Türquietschen und Katzenschreie hinein oder einen Löffel Autohupen mit einer Prise Schimpfen vor der roten Ampel.
Eine Hymne auf vielfältige Geräuschkulissen darf Kritikerin Anne-Kathrin Weber in Kathrin Rohmanns Vorlesebuch über einen Geräuschehändler entdecken, das Jule Wellerdiek mit bunten Illustrationen ausgestattet hat. Der liebenswürdige Geräuschehändler hilft seiner Kundschaft bei allen klanglichen Sorgen weiter, den Trauerkloß etwa stattet er mit "hochansteckenden Kichererbsen" aus, damit er wieder ein bisschen fröhlicher wird. Empathisch und ganz zauberhaft findet Weber das, etwas mehr Lautmalereien hätte sie sich zwar gewünscht, aber dennoch findet sie hier ein tolles Vorlesebuch vor, das sie gerne weiterempfiehlt.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…