Der Geräuschehändler ist Spezialist für besonders klangvolle Wünsche: Das Gespenst braucht gruselige Geräusche, der Straßenlaterne ist es nachts zu still und der verzweifelte Clown wünscht sich Trommelwirbel, weil das Zirkusorchester erkrankt ist. Kein Problem für den Geräuschehändler! Für all diese Kunden packt er in seinem zauberhaften Laden ein individuelles Tütchen: Er tropft Türquietschen und Katzenschreie hinein oder einen Löffel Autohupen mit einer Prise Schimpfen vor der roten Ampel.
Eine Hymne auf vielfältige Geräuschkulissen darf Kritikerin Anne-Kathrin Weber in Kathrin Rohmanns Vorlesebuch über einen Geräuschehändler entdecken, das Jule Wellerdiek mit bunten Illustrationen ausgestattet hat. Der liebenswürdige Geräuschehändler hilft seiner Kundschaft bei allen klanglichen Sorgen weiter, den Trauerkloß etwa stattet er mit "hochansteckenden Kichererbsen" aus, damit er wieder ein bisschen fröhlicher wird. Empathisch und ganz zauberhaft findet Weber das, etwas mehr Lautmalereien hätte sie sich zwar gewünscht, aber dennoch findet sie hier ein tolles Vorlesebuch vor, das sie gerne weiterempfiehlt.
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