Aus dem Amerikanischen von Nicole Seifert. Kathryn Schulz verliert ihren Vater, als sie ihre große Liebe findet. In diesem Nebeneinander der Extreme von Verlust und Neuanfang, von Trauer und Liebe, von Schmerz und Freude schenkt "Lost & Found" uns einen Anker der Hoffnung.Voller Witz, Neugier, Einsicht und Charme zeigt Schulz, dass Verlieren und Finden zusammengehören, sich bedingen und unserem Leben ebenjene bereichernde Vielseitigkeit verleihen, die es kostbar, aufregend und einzigartig macht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.12.2025
"Außerordentlich anregend" findet Rezensentin Andrea Gerk das neue Buch der US-amerikanischen Journalistin Kathryn Schulz. Im ersten Teil des Buches setzt sich Schulz intensiv mit den Themen "Sterben" und "Verlieren" auseinander, und zwar anhand der Krankheit und dem frühen Tod ihres eigenen Vaters. Ihr Ziel ist es hier, nicht in Euphemismen zu verfallen, erklärt die Kritikerin, sondern die Dinge beim Namen zu nennen. In einem "fein gearbeiteten Gewebe" verbindet die Autorin philosophische Reflexion, persönliche Erzählung und Naturwissenschaftliches, staunt die Rezensentin. Im zweiten Teil geht es dann um das "Finden", nämlich die Begegnung von Schulz mit ihrer späteren Ehefrau. Wie Schulz Gefühle "kitschfrei" schildern, die Ambivalenzen des Lebens (und Sterbens) auf kluge Weise reflektieren und dabei noch Raum für die eigenen Gedanken der Leser lassen kann, das kann die Rezensentin nur bewundern.
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