Aus dem Koreanischen von Hyungok Bae, Michael Schnirel und Hadayatullah Hübsch.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.10.2005
"Man könnte", schreibt Katharina Borchardt, "die Geschichte des modernen Korea und seiner Literatur durchaus als eine Geschichte der Inhaftierung seiner Dichter schreiben." Kim Hyon-Seung (1913-1975) war einer von vielen, die von der japanischen Kolonialmacht im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ins Gefängnis gesperrt wurden. Allerdings aus - für die damalige Zeit - eher untypischen Gründen: Als Christ wollte er sich nicht vor einem japanischen Tempel verbeugen. Das Christentum - und die Angst vor der Abwesenheit Gottes - spielt auch eine entscheidende Rolle in den "herbstlich raschelnden" Gedichten seiner beiden letzten Lebensjahrzehnte, die dieser Band versammelt. Immer wieder geht es um existenzielle Einsamkeit, schreibt Borchardt, die noch darüber informiert, dass heute immerhin ein Drittel der Koreaner Christen sind.
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