Aus dem Koreanischen von Hyungok Bae, Michael Schnirel und Hadayatullah Hübsch.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.10.2005
"Man könnte", schreibt Katharina Borchardt, "die Geschichte des modernen Korea und seiner Literatur durchaus als eine Geschichte der Inhaftierung seiner Dichter schreiben." Kim Hyon-Seung (1913-1975) war einer von vielen, die von der japanischen Kolonialmacht im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ins Gefängnis gesperrt wurden. Allerdings aus - für die damalige Zeit - eher untypischen Gründen: Als Christ wollte er sich nicht vor einem japanischen Tempel verbeugen. Das Christentum - und die Angst vor der Abwesenheit Gottes - spielt auch eine entscheidende Rolle in den "herbstlich raschelnden" Gedichten seiner beiden letzten Lebensjahrzehnte, die dieser Band versammelt. Immer wieder geht es um existenzielle Einsamkeit, schreibt Borchardt, die noch darüber informiert, dass heute immerhin ein Drittel der Koreaner Christen sind.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…