Kirk Wallace Johnson

Der Federndieb

Ein passionierter Fliegenfischer kommt dem größten Museumsraub der Naturgeschichte auf die Spur
Cover: Der Federndieb
Droemer Knaur Verlag, München 2018
ISBN 9783426276846
Gebunden, 384 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Jochen Schwarzer. Der Fall lässt ihn nicht mehr los. Als der Autor Kirk Wallace Johnson erstmals davon hört, steht er bis zur Hüfte in einem Fluss, die Leine mit der schillernden Fliege ausgeworfen, und frönt seinem Angler-Hobby. Er flüchtet sich häufig in die Natur als Ausgleich für seine Tätigkeit: Der Autor und Publizist leitet eine Stiftung für Opfer des Irak-Kriegs, und nur das Fliegenfischen verhindert einen Burn-Out. Über die Herkunft der Köderfliegen zum Lachsfischen hat er sich nie Gedanken gemacht. Bis zu dem Tag, als er erstmals von dieser wahnwitzigen Tat hört: Ein junger Mann bricht in die ornithologische Abteilung des Britischen Naturkundemuseums ein und stiehlt unzählige Vogelbälger, darunter Darwins Finken und Federkleider von Paradiesvögeln, einst gesammelt vom Naturforscher Alfred Russel Wallace. Kirk Wallace Johnson macht es sich von da an zur Lebensaufgabe, dem Fall nachzugehen.
Die Abbildungen im Bildteil zeugen von der beeindruckenden Schönheit der Köderfliegen, viel mehr aber noch davon, wie atemberaubend das Vogelkleid der zum Teil ausgestorbenen Spezies wirklich ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.11.2018

Katharina Granzin lernt mit dem Buch von Kirk Wallace Johnson die Wahrscheinlichkeit des Unwahrscheinlichen kennen. Weniger als Krimi denn als glänzend geschriebenen Beweis für das Abseitige, liest sie Johnsons Erkundung des Falls des Vogelpräparate-Räubers Edwin Rist. Wie sich der Autor mit beträchtlichem Rechercheeifer von der Evolutionsforschung eines Alfred Russel Wallace über die Geschichte des Fliegenfischens mit bunten Federbindern und der viktorianischen Federmode bis zum Museumsraub von 2011 hangelt, findet Granzin faszinierend.

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