Mit Illustrationen von Barbara Scholz. Nach dem großen Feuer findet Mama Reh am Rande des Waldes ein kleines graues Puscheliges: Blau-Auge, einen jungen Fuchs, der seine Familie verloren hat. Blau-Auge darf bei Mama Reh und ihren Kindern bleiben - und er gibt sich wirklich große Mühe, ein gutes Reh zu sein! Aber als zuerst die dumme kleine Maus verschwindet und kurz darauf das Rehkitz Vielpunkt, glauben alle Waldtiere, dass Blau-Auge dahintersteckt. Ein Fuchs bleibt eben immer ein Fuchs! Doch Blau-Auge zeigt den Tieren, dass er ein echter Freund ist, auf den man sich verlassen kann.
Ob Füchse oder Kinder - alle brauchen Freunde und Geborgenheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2019
Auch wenn Rezensentin Kirsten Boie in ihrem Roman Waldbewohner wie Wildschweine, Amseln, Kaninchen und Igel als "vermenschlichte Protagonisten" auftreten lässt, hat "Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte" doch nichts mit Bambi zu tun, versichert Tilman Spreckelsen. Stattdessen schließt das Buch an die Tradition der Fabel an, insofern als es um menschliche Verhaltensweisen geht, die anhand von Tieren veranschaulicht werden, erklärt der Rezensent. Es geht um einen in Folge eines Waldbrands verwaisten Fuchswelpen, der unter den anderen Tieren Argwohn und Ressentiments hervorruft, bis sich eine Rehfamilie seiner annimmt, fasst Spreckelsen zusammen. Die im Rahmen dieser Geschichte aufgeworfenen Fragen findet der Rezensent ausgesprochen anregend, wobei er den Umstand, dass Boie "weniger an Urteilen interessiert ist als an den Ursachen" ebenso hervorhebt wie die Illustrationen von Barbara Scholz.
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