Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Band 1: "Ich bin ein wortkarger Mann, doch gelegentlich führe ich Selbstgespräche." Band 2: "Man lernt, solange man lebt, wozu auch immer das gut sein soll." Mit dem Begleitbuch "Kjell Askildsen und sein Werk".Einsamkeit und Enttäuschung, das Warten auf den Tod und die Suche nach dem Sinn: In Kjell Askildsens Geschichten geht es immer um Existentielles. Ganz harmlos und fast unterkühlt kommen sie daher, um schließlich in ungeahnten Abgründen zu enden. Askildsens Helden sind meist Außenseiter, die sich durch Sprachlosigkeit und innere Emigration auszeichnen.
Rezensentin Dorothea Dieckmann hätte sich das Werk von Kjell Askildsen lieber in Einzelausgaben gewünscht. So, in geballter Wucht, scheinen vor allem die späten, tristen Erzählungen des Autors mit ihren "innerlich erschloschenen Durchschnittsbürgern" sie missmutig zu stimmen, trotz oder gerade wegen des "glasklaren", von Hinrich-Schmidt-Henkels Übersetzung gut eingefangenen Tons. Auch einige von Askildsens fünf Kurzromanen, die laut Rezensentin um religiöse Zwänge und Schuld kreisen und teils kafkaeske Beschreibungen einer düsteren Innerlichkeit bieten, wirken auf Dieckmann klaustrophobisch. Die scharfe Wahrnehmung menschlicher Gefühle zeichnet sämtliche Texte laut Dieckmann gleichwohl aus.
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