Warum ist der Mythos Troja bis heute so faszinierend? Hat wirklich Heinrich Schliemann die sagenumwobene Stadt wiederentdeckt? Und kämpften Hektor und Achill tatsächlich wie Helden? Wolfgang Korn nimmt uns mit auf eine aufregende Spurensuche, die uns quer durch die Ilias und ihre Geheimnisse führt. Worum ging es den griechischen Helden und Göttern, die so leidenschaftlich kämpften, gegeneinander intrigierten und ihr Leben aufs Spiel setzten? Und wie geriet Troja erst in Vergessenheit, um dann im 19. Jahrhundert neu entdeckt zu werden? Seit über zwanzig Jahren erforschen Wissenschaftler aus aller Welt die Kultstätte, doch die Ergebnisse überzeugen nicht die ganze Gelehrtenwelt - warum ist das so?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2013
Über Troja und seine Mythen hat Dieter Bartetzko lange nichts derartig Kluges, Widersprüche Aufdeckendes, Romantizismen mit der Realität Abgleichendes gelesen. Dass Wolfgang Korn fair mit Schliemann abrechnet, den späten Troja-Archäologen Manfred Korfmann gerechterweise feiert und seine Geschichte Trojas für Kinder und Erwachsene gleichermaßen lehrreich und spannend erzählt, gefällt dem Rezensenten sehr gut. Der Wermutstropfen für Bartetzko: Homers psychologisch fein gezeichnete, durchaus anmutige Helden sind ihm hier, auch in Klaus Ensikats Zeichnungen, arg zu schematisch als tumbe Raufbolde dargestellt.
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