Das Kino ist die Kunst des industriellen Zeitalters. Ein enormer Aufwand an Technik, Kapital und Logistik ist nötig, bis die Träume des Publikums über die Leinwand schweben. Mit dem Siegeszug des Kinos hat sich nicht nur ein neues Medium durchgesetzt, auch unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit hat sich verändert. Kreimeier erzählt die heroischen frühen Jahre des Kinos: von den Wanderkinos auf den Jahrmärkten bis zu den Kinopalästen in den Metropolen, von den ersten cineastischen Experimenten bis zu den abendfüllenden Epen der Stummfilmzeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2011
Bert Rebhandl sieht mit diesem Buch über das frühe Kino eine Lücke gefüllt, denn ein Werk für den gebildeten Laien zum Thema gab es bislang seiner Ansicht nach nicht. Der Medienwissenschaftler und Filmhistoriker Klaus Kreimeier ist nicht nur durch sein Buch "Die Ufa-Story" bestens vorbereitet, er bewegt sich auch durch zahlreiche neue Veröffentlichungen früher Filmbeispiele auf breiter Materialgrundlage, betont der Rezensent. Der Autor bemüht sich, die neuesten Erkenntnisse der Filmhistorie mit Zeugnissen von Zeitzeugen des frühen Kinos zu verbinden, und er hat sich parallel dazu sehr viele Filme angesehen, die er in bewunderungswürdiger Gründlichkeit beschreibt, wie der Rezensent lobt. Dass Kreimeier überhaupt die einzelnen Filme und darin häufig das "einzelne bewegte Bild" als Keimzelle des "Geschichtenerzählens" ins Zentrum seines Buches stellt, ist für den begeisterten Rebhandl ein großer Vorzug dieses Buches. Mit diesem Band habe der Leser eine hervorragende Geschichte des frühen Films in Händen, die der Autor auch als "Parademedium der Moderne" in den Blick nimmt, so der Rezensent angetan.
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