Einst schuf man mit den eigenen Händen die Dinge, die zum Leben notwendig waren. Schneider, Schlächter, Schmiede und Gerber arbeiteten um die Ecke, waren sichtbar und hörbar. Dann brachten Mechanisierung und Industrialisierung zuerst das Handwerk zum Verschwinden, später zogen die Fabriken weg; in der heutigen Gesellschaft bewirken Automatisierung und Globalisierung, dass niemand mehr zu sagen weiß, wie die Dinge unseres täglichen Bedarfs überhaupt zustande kommen. Der durch seine "Theorie der Unbildung" bekannt gewordene Philosoph Konrad Paul Liessmann beschreibt in seinem neuen Buch das Universum der Dinge in unserem Alltag - eine Philosophie der Alltagserfahrung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2010
Konrad Paul Liessmann ist als österreichischer Philosoph in den Medien sehr präsent, konstatiert Manfred Geier, der im vorliegenden Buch vor allem die "Eigenarten" des Autors darin zum Ausdruck gebracht sieht sieht. Der Titel seines jüngsten Buches sei selbstverständlich "ironisch", weiß der Rezensent. In den zwölf Texten zu ganz unterschiedlichen Anlässen denke der Autor über die alltäglichen Dinge nach, wobei er so vielfältige Themen wie Fußball, Musik als Hintergrund, erotische Kunstobjekte oder, zu guter Letzt als "Ding an sich", das Geld betrachte, so Geier gefesselt, der Liessmann gern auf seinen Gedankengängen begleitet hat.
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