Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2004
Mit einer gewissen Skepsis hat Rezensent Friedemann Voigt Kurt Hübners Versuch gelesen, die Dogmen des Christentums zu verteidigen und dessen "überragende Stellung", ja "absolute Geltung" (Hübner) darzulegen. Hübners These, das Christentum werde vor allem auf Grund der Lehre von der "Erbsünde" der "Tragik des Lebens" gerecht, weil es keine eindeutige Verfügung über das Gute kenne, scheint Voigt nicht wirklich zu überzeugen. Hübners Ausführungen über die nicht-christlichen Religionen wertet Voigt als "holzschnittartig". Zudem ließen sie diese lediglich als deviante Formen des Christentums erscheinen. Fraglich findet er vor allem, warum Hübner die christlichen Lehrbildungen wie eben "Erbsünde" nicht selbst dem "hypothetischen Denken" zuordnet, dessen er die anderen Religionen bezichtigt - schließlich seien die christlichen Dogmen ebenfalls Rationalisierungen von religiöser Erfahrung und damit auch dem Vorbehalt menschlicher Ungenügsamkeit unterworfen.
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