Kurt Neumann (Hg.)

Die Welt, an der ich schreibe

Ein offenes Arbeitsjournal
Cover: Die Welt, an der ich schreibe
Sonderzahl Verlag, Wien 2005
ISBN 9783854492375
Gebunden, 295 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Das Literarische Quartier der Alten Schmiede ist seit 30 Jahren unbeirrt der ästhetischen und analytischen Aufklärungsarbeit der österreichischen Gegenwartsliteratur verpflichtet. Aus diesem Anlass wurden 30 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Dichterinnen und Dichter, eingeladen, mit einem Originalbeitrag ihre aktuelle oder künftige Schreib-Welt in freier Weise zu fassen. Mit Beiträgen von Susanne Ayoub, Bettina Balaka, Michael Donhauser, Brigitta Falkner, Franzobel, Arno Geiger, Sabine Gruber, Erich Hackl, Maja Haderlap, Josef Haslinger, Monika Helfer, Elfriede Jelinek, Daniel Kehlmann, Gerhard Kofler, Michael Köhlmeier, Margret Kreidl, Lydia Mischkulnig, Anna Mitgutsch, Richard Obermayr, Doron Rabinovici, Elisabeth Reichart, Kathrin Röggla, Evelyn Schlag, Ferdinand Schmatz, Sabine Scholl, Franz Schuh, Thomas Stangl, Vladimir Vertlib, Peter Waterhouse und Herbert J. Wimmer.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.11.2005

Einunddreißig österreichische Autoren würden in der vorliegenden Anthologie der Alten Schmiede in Wien zum dreißigsten Jubiläum ihre Reverenz erweisen, berichtet Rezensent Steffen Kraft, und damit einem der wichtigsten Veranstaltungsorte für Literatur in Österreich. Zum besonderen Anlass würden dem Leser auch besondere Texte geboten, lobt der Rezensent, denn sie würden den Weltbezug von literarischem Schreiben erkunden, so wie es der Titel programmatisch ankündigt. Auch wenn man solcherlei gewöhnlich als "poetologisch" bezeichne, gibt Kraft Entwarnung, solle sich der Leser nicht abschrecken lassen. Hier sei nämlich ein "lehrreiches Buch über das Bedürfnis nach zeitgenössischer Literatur" entstanden. Als beispielhaften Satz zitiert der Rezensent Elfriede Jelineks anschaulichen Vergleich: "Ich kann die Welt nicht lenken wie ein Auto, das ich auch nicht lenken kann". Besondere Erwähnung finden auch die Beiträge von Kathrin Röggla, die vom Marketing als Kontrollorgan für Autoren berichte, und von Michael Köhlmeier, der Henry Kissinger und Tschou En-lai in einer Art Erzähl-Box-Wettkampf aufeinander treffen lasse. Weniger Gefallen haben dem Rezensenten dagegen solche Beiträge, in denen die Autoren "bloß über sich selbst räsonieren".
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