Aus dem Amerikanischen von Eva Kemper. Wie schmal ist der Grat zwischen Mutterglück und Wahnsinn? Erika zieht mit ihrem Ehemann und ihren beiden kleinen Kindern in die Schweiz. Im hochsommerlichen Genf und in ihrem schönen neuen Heim angekommen, verbringt ihr Mann die meiste Zeit im Büro. Die Kinder erfordern die volle Aufmerksamkeit. Für sie hat sie den Beruf aufgegeben, sie sind nun ihre ganze Welt, versorgt und glücklich wollen sie sein. So wie jede Familie doch glücklich sein sollte. Oder? Nie zuvor hat sich Erika so allein gefühlt, so fremd an einem Ort, so verängstigt, dass ihr alles entgleitet. Und wenn die Kinder endlich schlafen, rücken die Wände der Wohnung näher, werden die Schatten größer und übernimmt der Albtraum die Realität.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.12.2020
Rezensentin Meike Feßmann rät, Kyra Wilders Roman nicht als harmlosen Text über das Leben von Müttern misszuverstehen. Dass der Roman mindestens einen doppelten Boden hat, unter dem ein Höllenkreis droht, wird Feßmann schnell klar. Ein bisschen Poe, ein bisschen Plath und Dickinson macht Feßmann im Text aus. Für die Rezensentin ein irritierendes Lektüreerlebnis, das mit wohlgesetztem, distanziertem Blick auf eine Mutter im idyllischen Genf, die langsam ihren Ängsten verfällt, überzeugt.
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