Aus dem Englischen von Britt Somann-Jung. Eigentlich ist Alby ein guter Kerl. Aber dennoch schlägt er seine Schwester, besäuft sich sinnlos und fängt mit jedem Streit an, der ihm in die Quere kommt. Kein Wunder, dass seine Mutter selbst auf dem Sterbebett kein gutes Wort für ihn übrig hat. Dabei liebt Alby sehnsuchtsvoll und unbeholfen: einen verletzten Vogel, seine Großmutter, jeden Schwachen und Wehrlosen unter uns. In seinem ungestümen Wesen offenbart sich ein verletzlicher, melancholischer und liebessüchtiger Held, der uns wider Willen zum Lachen bringt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2016
Rezensent Wiebke Porombka mag den Ton von Matt Sumells Romandebüt. Zwischen Coolness, Slapstick und Witz vernimmt sie laute Verzweiflung. Aus den reichlich vorhandenen Kippmomenten in der Geschichte von Alby geht der Held stets als Verlierer hervor, konstatiert die Rezensentin, die vom Autor nicht unbedingt mit neuen Erkenntnissen das Zwischenmenschliche betreffend beschenkt wird, aber doch mit allerhand reizvollen Episoden aus einem unversöhnlichen Dasein, von dem der Autor, wie Porombka meint, zum Glück ganz ohne Sentimentalität berichtet.
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