Herausgegeben von der Sächsischen Akademie der Künste. Abriss oder Weiterbauen? Vor dieser Entscheidung stehen fast alle europäischen Städte im Umgang mit den baulichen Hinterlassenschaften der Nachkriegsarchitektur. Dabei stehen sowohl große Siedlungsstrukturen als auch markante Symbolbauten zur Disposition. Die von der Sächsischen Akademie der Künste herausgegebene Publikation vereinigt Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Polen, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2014
Den von der Sächsischen Akademie der Künste herausgegebenen Band "Labor der Moderne", der sich mit der Nachkriegsarchitektur in Europa befasst, hat Rezensent Robert Kaltenbrunner durchaus mit Interesse gelesen. Zwar entdeckt der Kritiker in dem schmalen Buch keine durchschlagend neuen Erkenntnisse, lobt aber ausdrücklich das weite Themenspektrum, das sich nicht nur auf die architektur- und kunsthistorischen Dimensionen beschränkt, sondern auch urbanistische und gesellschaftliche Kontexte einbezieht. Und so reist der Rezensent hier etwa durch Deutschland, Italien, Spanien, Polen, Frankreich, Slowenien und die Niederlande, betrachtet unter anderem die außergewöhnlich hässliche Architektur des beton brut und folgt in den lesenswerten Aufsätzen nicht zuletzt der Frage, wie die Gegenwartsarchitektur in Europa aussehen sollte.
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