Mit 300 Farbabbildungen. Hieronymus Bosch ist einer der rätselhaftesten und faszinierendsten Maler der Kunstgeschichte. Sein einzigartiges Schaffen, das in Zeiten apokalyptischer Erwartungen um furchterregende Phantasien kreist und auf die im Wesen des Menschen begründeten inneren Höllen und Paradiese Bezug nimmt, wird bildreich und auf der Basis jüngster Erkenntnisse vorgestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2007
Angetan zeigt sich Bettina Erche von Larry Silvers üppig bebilderter Monographie zu Hieronymus Bosch (1450-1516). Sie berichtet über die zahllosen Auslegungen der fantastischen und geheimnisvollen Bilder des Malers im Lauf der Geschichte. Dieser Auslegungsflut setze Silver eine "genaue Bildanalyse des gesamten Oeuvres" entgegen, die sich auf die Verbindung von Gehalt und Form stütze. Dabei verhehlt Erche nicht, dass vieles Spekulation bleibt, da Dokumente über die Bildinhalte nicht vorhanden sind. Besonders unterstreicht sie Silvers Ausführungen über Vorgänger Boschs, die vielen Kopien und Fälschungen seiner Bilder und die schwierige Frage nach der chronologischen Ordnung seiner Werke. Dabei bleibt für sie manche Frage offen und das "Rätsel Bosch" letztlich ungelöst. Dennoch bescheinigt Erche dem Autor, mit seinem "gut recherchierten" Buch den rätselhaften Künstler in die Kunstgeschichte zurückzuholen.
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