Soll die direkte Demokratie in der Schweiz ausgebaut oder eingeschränkt werden? Die vorliegende Arbeit der drei Wirtschaftswissenschaftler von der Universität St. Gallen versucht auf diese Frage eine Antwort zu geben, indem die heute in der Schweiz vorgebrachten Reformvorschläge vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Schweiz und den Vereinigten Staaten, aber auch der Weimarer Republik diskutiert werden. Es wird gezeigt, daß die vorliegende empirische Evidenz eher für als gegen die direkte Demokratie spricht; im Vergleich zu rein repräsentativen Systemen führt sie im Durchschnitt zu ökonomisch wie politisch effizienteren Lösungen. Daher sollte man bei der anstehenden Reform der Volksrechte eher an eine Ausweitung dieser Rechte, z.B. durch Einführung des Finanzreferendums auf Bundesebene, denken als eine Einschränkung.
Peter Lösche ist über dieses Buch geteilter Meinung. Einerseits bewertet er es als durchaus "anregend, informativ, bedenkenswert", zumal die Autoren auch einen Blick auf die Situation in den USA und der Weimarer Republik werfen. Andererseits jedoch findet er es fragwürdig, das Schweizer Modell als uneingeschränkt exportfähig anzupreisen. Auf die Frage, wie dies praktisch geschehen solle, wird nach Ansicht Lösches denn auch zu wenig eingegangen. Ebenso bleibt unerwähnt, so der Rezensent, dass die "direkte Demokratie" in den Vereinigten Staaten, beispielsweise hinsichtlich der Proposition 13, zwar zu Steuersenkungen geführt hat, jedoch auf "Kosten des Schulsystems" und der unteren sozialen Schichten. Lösche hätte es außerdem eine Erläuterung für sinnvoll gehalten, wie sehr gerade in den Vereinigten Staaten teure Werbekampagnen die Wählerentscheidungen beeinflussen, Werbekampagnen, die sich letztlich nur reiche Leute leisten könnten. Trotzdem empfiehlt der Rezensent das Buch an der Thematik interessierten Lesern, nicht zuletzt, weil man sich an den Thesen "so herrlich reiben kann".
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