Laura Hillenbrand

Der Hufschlag des Siegers

Die Geschichte eines legendären Rennpferdes
Cover: Der Hufschlag des Siegers
Econ Verlag, München 2001
ISBN 9783430145923
Gebunden, 446 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gunter Blank. Als sich die Wege eines reitenden Boxers, eines Pferdetrainers, eines Fahrradhändlers und eines erfolglosen Rennpferds namens Seabiscuit trafen, wurde ein ganzes Land in Hysterie versetzt, die Sportgeschichte musste neu geschrieben werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2001

Auch wenn Ernst Horst den deutschen Titel "etwas albern" findet, so handelt es sich seiner Ansicht nach hierbei um ein "mitreißend geschriebenes" Buch, das nicht nur viel über das legendäre Rennpferd Seabiscuit und seinen Jockey Red Pollard zu erzählen weiß, sondern dem Leser auch allerhand über die Zeit der großen Depression mitteilt. So erfahre man beispielsweise etwas über "das Leben der Menschen", wie schlecht die Absicherung der Jockeys war, etwa in Fällen von Verletzungen, und wie schlecht sie bezahlt wurden. Horst erzählt darüber hinaus in seiner Rezension spürbar beeindruckt die Geschichte von Seabiscuit und Pollard, die zunächst beide als Verlierer galten und dennoch von Charles Howard, einem Liebhaber des Pferderennsports, der sein Geld mit Spekulationen auf Automobile gewonnen hatte, gefördert wurden. Nicht zuletzt lobt Horst an diesem Buch die ausgiebige Recherchearbeit der Autorin, die er unter anderem an den "27 engbedruckten Seiten" der Quellenangaben abliest.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.07.2001

Um Pferde geht's, doch mitnichten um den Stoff, aus dem die Mädchenträume sind. Vielmehr erkennt Michael Althen in diesem Buch den "ungerührten Blick der Ethnografin auf einen Menschenschlag, der sein Leben den seltsamen Ritualen des Pferderennsports widmet". Was wieder bedeutet, dass neben dem Pferd ("Sea Biscuit"), "das populärer war als Roosevelt, Hitler und Mussolini", auch die Geschichte der Leute an seiner Seite sowie die Geschichte ihres Landes zur Sprache kommt. Spannend, in der Lesart des amerikanischen Traums geschildert findet Althen, wie den tragischen Niederlagen endlich der Ruhm folgte, aber auch, wie Pferde und Jockeys in den Dreißigern "gnadenlos verheizt" wurden: Berichte über Methoden wie das Bandwurmeierschlucken zwecks Gewichtsregulierung lehren den Leser das Gruseln.

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