Herausgegeben von Isabella Sonntag. Übersetzt von Klaus Widdra. Xenophons Fachschrift über die "Reitkunst", die vor fast zweieinhalb tausend Jahren in Griechenland entstand, hat an Bedeutung nicht verloren. Im Gegenteil: In der Diskussion um den angemessenen Umgang mit dem Pferd und den richtigen Weg des klassischen Dressurreitens wird sie heute zunehmend interessanter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2007
Angetan zeigt sich Rezensent Reinhard Brandt von dieser Neuauflage von Xenophons Buch über die Reitkunst. Wie er berichtet, verfasste Xenophon diese Spätschrift, nachdem er bei einem Feldzug den individuellen und freundschaftlichen Umgang der Perser mit ihren Pferden kennen gelernt hatte. Wahl und Erziehung des Fohlens werden zur Freude des Rezensenten ebenso kundig erläutert wie das tägliche Training von Pferd und Reiter, das auch die Charakterbildung von Mensch und Tier und die Schaffung von gegenseitigem Vertrauen beinhaltet. Anerkennung zollt Brandt auch Klaus Widdar für seine "kenntnisreiche" Übersetzung und Vorstellung der Schrift. Er unterstreicht, dass es bis heute wohl nichts Besseres zu dieser Thematik gibt, und fügt hinzu: "vieles lässt sich unmittelbar auf die Ausbildung in Schule und Universität übertragen".
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