Klappentext
Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann. Lauren Wolk erzählt über eine kluge und starke Protagonistin, die zu sich selbst findet - und über eine ganz besondere Verbindung zur Natur. Ein mächtiges Sommergewitter wirbelt Annabelles Leben durcheinander. Eigentlich will Annabelle bloß die ersten warmen Ferientage genießen: Erdbeeren pflücken, mit ihren Brüdern durch die Maisfelder streifen und die schattige Stille in der Wolfsschlucht genießen. Da unterbricht ein heftiges Gewitter die Idylle. Annabelle gerät mitten hinein und wird vom Blitz getroffen. Sie überlebt, verfügt jedoch plötzlich über eine ebenso seltsame wie wunderbare Gabe: Sie kann die Tiere um sich herum verstehen, ihre Gefühle und Ängste spüren. Annabelles geschärfte Sinne erweisen sich schon bald als sehr nützlich, denn als in der Umgebung immer mehr Hunde verschwinden, macht sie sich auf die Suche nach ihnen und schließt überraschende neue Freundschaften.
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Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 31.05.2025
Ein schönes Jugendbuch legt Lauren Wolk laut Rezensentin Angela Sommersberg hier vor. Wolk erzählt die Geschichte Annabelles, die im Alter von zwölf Jahren vom Blitz getroffen wird und danach, ist zu lesen, Spezialfähigkeiten entwickelt, die Welt genauer wahrnimmt und sich vor allem in Hunde einfühlen kann. Dennoch hat Wolk, meint Sommersberg, keine Superheldengeschichte geschrieben, sondern eher einen Entwicklungsroman, der außerdem an das Vorgängerbuch der Autorin, "Das Jahr, in dem ich lügen lernte", anschließt. Da kam Annabelle auch schon vor, genau wie der wenig freundliche Nachbarsjunge Andy, die neue Geschichte ist zwar auch ohne das ältere Buch verständlich, aber da zahlreiche Anspielungen auf die Vorgeschichte vorkommen, empfiehlt die Rezensentin, das Neue erst nach dem Alten zu lesen. Diesmal geht es darum, dass Annabelle lernen muss, Andy, der ihr zuvor geschadet hatte, eine zweite Chance zu geben. Einfach und doch genau geschrieben ist dieses Buch, freut sich Sommersberg, obendrein hat Birgitt Kollmann es ausgesprochen gut übersetzt, man fühlt sich wohl in der warmherzig, aber nicht idealisierten, ländlichen Welt, in der die Handlung angesiedelt ist. Um Vertrauen und Selbstvertrauen geht es, schließt die insgesamt freundliche Rezension.