Aus dem Französischen von Margret Millischer. "Seit einiger Zeit scheint Europa vergessen zu haben, dass es aus Epen und Utopien hervorgegangen ist." Der französische Autor weiß da Abhilfe. In einem langen Poem hält er den Ländern Europas den Spiegel vor - in ungewöhnlicher Form präsentiert Gaudé eine Verteidigungsrede der besonderen Art: "die europäische Erzählung, eine Geschichte aus Begeisterung, Wut und Freude …"
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2021
Rezensent Nicolas Freund hält Laurent Gaudes Idee eines Nationalepos der EU für überholt. Hinzu kommt für Freund, dass der Autor seine Verse über die Entwicklung der EU aus der Montanunion, über die vielen Kriege und Krisen erstens etwas einseitig katastrophisch anlegt und zweitens auch handwerklich nicht überzeugt. Schiefe Bilder, phrasenhafte Verse, Klischees und Ungenauigkeiten ziehen sich durch dieses unzeitgemäße Gedicht, kritisiert der Rezensent.
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