Aus dem Amerikanischen von Michael Bischoff. Das Internet ist alles andere als unkontrollierbar. Es liegt eben nicht in der Natur des Cyberspace, unregulierbar zu sein - der Cyberspace hat gar keine "Natur". Es herrscht vielmehr ein Code, die Software, und sie ist durchaus in der Lage, unser Leben im selben Maße zu regulieren wie nur irgendein Gesetz. Lessig plädiert entschieden dafür, das Überleben demokratischer Freiheiten im Cyberspace zu sichern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.02.2002
Konrad Lischka äußert sich sehr positiv zu diesem Buch über "Code", wo Lessig über den Zugang übers Internet nachdenkt - und vor allem auch über jene Mächte, die ihn immer restriktiver regeln. Zwar betont er, dass die Studie bereits vor drei Jahren in den USA erschienen ist und sich seither einiges im Internet geändert hat, doch bemerkt er zustimmend, dass sich die Bedeutung der Untersuchung durch diesen zeitlichen Abstand sogar "steigert". Er lobt den Autor dafür, "eingängig geschrieben" und "präzise analysiert" zu haben und er stimmt mit ihm darin überein, dass eine verstärkte "Urheberpflicht" im Netz zu fordern ist: Denn es sei gar nicht wahr, dass Urheberrechte im Netz gefährdet seien, im Gegenteil: Sie würden immer restriktiver geschützt. Was der Rezensent allerdings bemängelt ist der fehlende "Bezug zur europäischen Situation" in der deutschen Ausgabe des Buches. Außerdem überzeugt ihn die "übertriebene Polarisierung", die der Autor zwischen "Gesetzgeber und Wirtschaft" aufbaut, überhaupt nicht.
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