Mit 44 s/w-Abbildungen. Christoph Maria Merki untersucht in seiner Studie die Anfänge des motorisierten Straßenverkehrs in Frankreich, Deutschland und der Schweiz bis zum Jahre 1930. Die Verbreitung des Automobils wird meist mit der Erfindung einer "selbstfahrenden" Maschine erklärt, die ihre Vorläufer Kutsche, Fuhrwerk und Fahrrad betriebswirtschaftlich hinter sich gelassen hat. Diese Erklärung greift nach Merkis Untersuchungen zu kurz. In Gang gesetzt wurde die Motorisierung durch die Statusbedürfnisse der vergnügungssüchtigen Oberschicht der Metropole Paris. Sie begeisterte sich um 1900 für Autorennen und das Idol des chevaleresken "Herrenfahrers".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.07.2003
Wohlwollend bespricht der mit "uha" zeichnende Rezensent diese "angenehm zu lesende Habilitationsschrift". Der Historiker Christoph Maria Merki beschreibt darin nicht nur den "Siegeszug" des Autos, sondern auch den Widerstand, den es besonders in ländlichen Gebieten hervorrief, den Einfluss des Autos als Statusobjekt oder staatlich geschaffene Voraussetzungen für die Verbreitung. Dankenswerterweise verzichtet Merki in seiner "soliden, zusammenfassenden, skrupulösen Studie" auf gewagte und nicht fundierte Spekulationen und Deutungen, stellt der Rezensent fest.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2002
Ganz begeistert ist Milos Vec von der "preisgekrönten" Habilitationsschrift des Berner Sozial- und Wirtschaftshistorikers Christoph Maria Merki über die frühen Jahre des Automobils. Geradezu ein "Glücksfall" sei diese Studie, denn bisher habe es über dieses Kapitel der Autogeschichte nur "parteiische Firmengeschichten" oder eine empirisch nicht belegte "Technikphilosophie" gegeben. Die "planvoll angelegte Quellenstudie", in der Merki technik- und mentalitätsgeschichtliche, ökonomische und juristische Aspekte "klar" analysiert, schafft da endlich Abhilfe, freut sich der Rezensent. "Im Detail ließe sich manches vertiefen", merkt Vec an, doch zweifelt er daran, dass dies noch andere Ergebnisse zeitigen würde als die "zusammenfassende Studie" des Schweizer Historikers, die auch noch gut lesbar und visuell ansprechend ist, wie Vec betont.
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