Leif Kramp und Stephan Weichert beleuchten die tiefgreifenden Nebenwirkungen einer zunehmend digitalen Mediennutzung im Alltag, die offenkundig immer mehr zur Polarisierung unserer Gesellschaft beitragen und uns Menschen psychisch anzugreifen scheinen. Basierend auf ihrer zweiteiligen Grundlagenstudie zeigen sie auf, wie den Herausforderungen der digitalen Gesellschaft angesichts perfider Manipulation, digitalem Suchtpotenzial und politischem Diskursverfall im Netz individuell wie auch kollektiv begegnet werden kann. Die Autoren verdeutlichen, dass wir eine neue Superkraft brauchen: "Digitale Resilienz". Diese Fähigkeit schützt unsere Demokratie vor sozialer Spaltung und psychischer Überforderung. Die Autoren plädieren auch deshalb für mehr Widerstandskraft im Digitalen, weil sie sich für ein konstruktives Miteinander nicht nur im Netz stark machen: Mit ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise tragen sie zum Verständnis der allseits diskutierten "digitalen Gesellschaft" bei. Ihnen geht es darum, die Menschen in der Digitalisierung robuster zu machen und zugleich neue Fähigkeiten zu entwickeln, die helfen können, Krisensituationen so durchzustehen, dass unsere Demokratie keinen Schaden nimmt.
Patentlösungen haben Leif Kramp und Stephan Weichert für die komplexen Probleme, die sie in diesem Buch aufwerfen, nicht anzubieten, erläutert Rezensent Michael Meyer, dem es freilich durchaus gefällt, wie die beiden Medienwissenschaftler hier tastend versuchen, Orientierung in der aktuellen Mediengesellschaft anzubieten. Meyer resümiert einige der Probleme der aktuellen Medienwelt, in der sich immer mehr Menschen in kleine Netzwerke zurückziehen und oft zu Nachrichtenverweigerern werden, als empirische Basis dienen im Buch 53 Interviews, außerdem definieren die Autoren verschiedene Mediennutzertypen. Was gegen die allseitig offenkundigen Probleme tun? Kramp und Weichert plädieren für sogenannten "resilienten Journalismus", der Zukunftsperspektiven eröffnet und für eine stärkere Reflexion der eigenen Onlinekommunikation. Besonders wichtig ist ihnen allerdings, Chancen für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, und Meyer zumindest möchte bei diesem Projekt nach der Lektüre mitmachen.
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