Was macht einen Diplomaten aus? Kann man die Lehren einer diplomatischen Karriere auf das Leben umlegen? Ist die Diplomatie glamourös und dramatisch? Mit typisch britischem Humor heißt der ehemalige Botschafter Leigh Turner mit "The Hitchhiker's Guide to Diplomacy" in der echten Welt der Diplomatie willkommen. Als diplomatischer Vertreter von Queen Elizabeth II. war Leigh Turner in Wien, Moskau, Berlin, Kiew und Istanbul. Mit viel Witz, Biss und Einblick erzählt er vom Zerfall der Sowjetunion bis hin zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, von Spionage und ihrem Einsatz in der Diplomatie, von diplomatischer Immunität und von den großen politischen Ereignissen des 20. und 21. Jahrhunderts - und wie sie für Entscheidungen in unserem Leben wegweisend sein können. Aber auch von (un)diplomatische Menschen, Politik und Krieg bis hin zu Tipps für Diplomaten, Botschafter und das Leben im Allgemeinen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2023
Der Bonner Politologe Frank Decker bespricht die Schnurren aus dem Leben des pensionierten britischen Diplomaten Leigh Turner zusammen mit einem Sammelband, der von ehemaligen Botschaftern des deutschen Auswärtigen Amtes bestritten wird. Er liest Turner mit Gewinn, auch wenn er seine Erinnerungen ein wenig unstrukturiert und manchmal offenbar ein bisschen wortreich findet. Immerhin attestiert er Turner britischen Humor und Understatement. Als letzten Sinn von Diplomatie nimmt er aus den Ratschlägen Turners mit, dass es gelte, das Gespräch - auch mit Feinden - niemals abreißen zu lassen. Alkohol kann dabei helfen, merkt Decker noch an.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.04.2023
Wenn der frühere britische Spitzendiplomat Leigh Turner über seine Zeit als Botschafter in Russland berichtet oder diplomatische Fertigkeiten erklärt, dann ist Rezensent Paul Stänner ganz Ohr: Dann lernt er etwa, wie brutal die IWF-Auflagen für Russland waren oder dass es im diplomatische Geschäft darauf ankomme, mit Ungewissheit umzugehen und sich um guten Willen zu bemühen. Hier zeige Turner sein Talent zum Unterhaltsamen und lehrreichen Schreiben. Aber leider reicht es nicht über die gesamte Strecke, moniert der Rezensent, der sich am Ende nur noch recht lustlos durch Anekdoten und diplomatisches Parlando schleppt.
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