Aus d. Engl. v. Jürgen Neubauer. Mit 19 Abbildungen. Die Wissenschaft vom Untergang Len Fisher über die Frühwarnsignale der Natur, um Katastrophen vorherzusehen - und wie die Wissenschaft sich diese für uns Menschen nutzbar macht. Ob Weltuntergangsszenarien, biblische Strafen oder Naturkatastrophen: Schon immer hatte der Mensch Angst vor schrecklichen Ereignissen und den Wunsch, sie vorherzusehen. Und während wir früher den Rat von Schamanen und Propheten suchten, vertrauen wir heute auf die moderne Wissenschaft. Nur: Gibt es wirklich Frühwarnsignale für Veränderungen in ökologischen, geologischen und anderen Systemen, die wir erkennen und durch die wir die Katastrophe eventuell verhindern können?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2011
Dumm ist dieses Buch sicher nicht, aber zufrieden ist Rezensentin Manuela Lenzen damit auch nicht. Sie wirft ihm Abstraktheit vor. Mag ja alles sein, was Fisher über komplexe Systeme oder die sieben mathematischen Grundtypen von Katastrophen zu sagen hat, aber am Ende spreche er doch eher über die Eigenheiten eben dieser mathematischen Muster und nicht mehr über die "Struktur konkreter Katastrophen". Zumal Fisher bisherige Ergebnisse der Katastrophen- und Risikoforschung ignoriere. Das ganze Buch lang wartet Lenzen, dass der Autor endlich zum Eigentlichen kommt - aber es kommt nicht. Eine ausbleibendes Ereignis kann auch eine Katastrophe sein.
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