Lena Andersson

Widerrechtliche Inbesitznahme

Roman
Cover: Widerrechtliche Inbesitznahme
Luchterhand Literaturverlag, München 2015
ISBN 9783630874692
Gebunden, 224 Seiten, 18,99 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs. Ester Nilsson ist 31 Jahre alt. Sie ist Dichterin und Essayistin, eine vernünftige Person mit einer vernünftigen Beziehung. Eines Tages erhält sie den Auftrag, einen Vortrag über den Künstler Hugo Rask zu halten. Im Publikum sitzt der Meister höchstpersönlich, und danach treffen sie sich zum ersten Mal. Dieser Augenblick verändert alles. Eine auf den ersten Blick völlig harmlose, unverbindliche Kommunikation nimmt ihren Anfang, in deren Verlauf es zu einer Kette von Ereignissen kommt, die katastrophal für die liebesblinde Ester enden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.04.2016

Die schwedischen Auszeichnungen hat Lena Anderssons Roman laut Rezensent Aldo Keel verdient. Die Geschichte der selbstzerstörerischen obsessiven Liebe einer Schriftstellerin zu einem Großkünstler erzählt die Autorin laut Rezensent auf gelungene Weise. Wie die Heldin Stück für Stück ihr eigenes Ich verliert, scheint dem Rezensenten plastisch nachvollziehbar, und er erinnert sich an eigene unglückliche Liebeserfahrungen. Spannung bezieht der Text vor allem aus der Differenz zwischen dem dramatischen Inhalt und der nüchternen Form einer präzisen Sprache, erklärt Keel.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.08.2015

Katharina Granzin kann diesen Roman der Schwedin Lena Andersson nur empfehlen - "es sei denn, man wäre gerade unglücklich verliebt". Dann nämlich, so Granzins Vermutung kann einem die Geschichte um eine ziemlich törichte Liebesobsession ganz schön an die Nieren gehen. Alle Lakonie und Ironie, mit der die Autorin Abstand zu ihrer Figur hält, nützen dann nichts, warnt die Rezensentin, ebenso wie der kommentierende Chor im Buch. Für alle anderen aber gilt laut Granzin: Dieses Buch bietet jede Menge lebensweise Sätze zum An-die-Wand-Pinnen und eine vergnügliche wie intelligente Lektüre.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.07.2015

Mit Lena Anderssons neuem Roman "Widerrechtliche Inbesitznahme" kann Rezensent Mathias Hannemann nicht viel anfangen. "Aufgebläht" erscheint ihm dieses schmale Buch, das von der misslingenden Affäre zwischen einem alten Künstler und einer jungen Geisteswissenschaftlerin erzählt. Keine der beiden Figuren mag der Kritiker in sein Herz schließen, zu unsympathisch, arrogant beziehungsweise anstrengend "dahinschwurbelnd" wirken die beiden. Nicht nahvollziehen kann der Rezensent die Vergabe des Augustpreises an die schwedische Autorin im Jahr 2013.
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