Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg. Eine geheime, nirgendwo verzeichnete Stadt, irgendwo in Mecklenburg im 18. Jahrhundert. Ein Utopia, wo alle frei sind und niemand arbeiten muss, denn die Arbeit wird von den erstaunlichen Gerätschaften des Herrn Orffyreus erledigt. Hat er das Rätsel des Perpetuum mobile gelöst? Wer einmal Bürger der geheimen Stadt geworden ist, darf sie nicht wieder verlassen. Ein Freiherr ist dennoch geflüchtet und hat ein Manuskript hinterlassen. Hundert Jahre später schreibt es ein alter Germanistikprofessor, von der Liebe getrieben, ins Reine und macht sich auf die Suche nach der verbotenen Stadt...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2007
Rezensent Uwe Stolzmann ist begeistert von diesem Roman, dessen Autor er außerdem als Übersetzer deutscher Literatur ins Dänische würdigt. In Niels Brunses Roman würden zwei wundervolle und unglaubliche Geschichten auf das kunstvollste ineinander verwoben: die traurige Liebesgeschichte eines wegen einer Angstneurose frühpensionierten Germanistikdozenten, die im Kopenhagen der Gegenwart spielt und die Geschichte eines geheimnisvollen Manuskripts über einen brandenburgischen Adeligen im 18. Jahrhundert. Wie Brunse nun diese beiden Geschichten langsam umeinander kreisen und schließlich zueinander finden lässt, fasziniert und fesselt den Rezensenten sehr. Auch die Art, wie die tote Geliebte des Protagonisten handlungsfördernd wirkt, sorgt für Eindruck. Das es bei dieser kunstvollen Zeitreise am Ende vielleicht ein paar Wendungen zuviel gibt, tut der Rezensenteneuphorie dabei keinen Abbruch.
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