Ab 12 Jahren. Aus dem Englischen von Anna Blankenburg. Ailin möchte rennen und springen und nicht nur so geziert trippeln können wie ihre älteren Schwestern. Darum wehrt sie sich als Fünfjährige mit allen Kräften, als ihr die Füße eingebunden werden sollen. Und da ihr Vater für die modernen Ideen, die sich auch in China um 1910 langsam ausbreiten, offen ist, unterstützt er sie. Ailins Füße bleiben unverkrüppelt. Doch damit ist sie in ihren Kreisen nicht mehr heiratsfähig, und nur in der Möglichkeit zu heiraten und Kinder zu gebären wird der Wert eines Mädchens gesehen. So muss Ailin neue Wege gehen...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2000
Regina Riepe gefällt dieses "wunderbar geschriebene Buch" vor allem deshalb, weil deutlich wird, wie schwer es für ein chinesischen Mädchen um die Jahrhundertwende war, seinen eigenen Weg zu gehen - etwas, was nach Ansicht der Rezensentin jedoch ohne weiteres auf andere Zeiten und Gegenden übertragbar zu sein scheint. Denn Thema des Buchs ist, wie sie betont, letztlich die Frage, ob "eine junge Frau sich damit begnügt, als Luxuswesen zu leben, als Statussymbol für einen reichen Mann". Anerkennend merkt Riepe an, dass auch die widersprüchlichen Gefühle von Ailins Familie "einfühlsam" von der Autorin geschildert werden. Insgesamt werde jedoch deutlich, dass man nur mit "großen Füßen" wirklich im Leben stehen und die Welt erforschen kann - die Großmutter der chinesisch-stämmigen Autorin habe dies selbst vorgemacht.
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