Annie reitet nach Westen. Ganz alleine. Ihre Eltern sind während des Trecks gestorben, ihre Brüder bei anderen Familien untergebracht. Sie hat nur ihr Pferd, ihren Hund und ihr Gewehr. Es ist wichtig, daß sie gut schießen kann, denn sie muß jagen, um zu überleben. In den endlosen Weiten lauern Wölfe, Bären und Indianer, vor denen sie am meisten gewarnt wurde. Doch Annie lernt, dem eigenen Instinkt und der eigenen Erfahrung zu vertrauen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
In einer Sammelrezension bespricht Siggi Seuss vier Abenteuerromane.
1) "Der weite Weg nach Westen":
Hier gefällt Seuss besonders, dass der Leser plötzlich feststellt, wie sich Klischees vom Wilden Westen beiläufig in Luft auflösen bzw. einem Blick auf die realen Verhältnisse dieser Zeit weichen. Schön sei auch, dass die Geschichte - obwohl Annie auf ihrer gefährlichen Reise um so manche Erkenntnis reicher werde - frei von "didaktischen Massnahmen" sei.
2) "Jenseits des großen Meeres" Bd. 1: "Die Flucht" und Bd. 2: "Der blinde Passagier" (Ravensburger Verlag):
Seuss fühlt sich bei diesen beiden Bänden AVIs (ein dritter und letzter Band ist geplant) an die Abenteuer-Romane von Dickens, Twain oder Stevenson erinnert, zumindest was Stil und Thematik betrifft. AVI könne es zwar mit der Phantasie der literarischen Vorbilder nicht ganz aufnehmen, Seuss lobt aber die Verknüpfung von Fiktion und Realität als "überaus geschickt".
3) "Boston! Boston!" (dtv):
An diesem Roman lobt Seuss die glaubwürdige Gestaltung des "historischen und biografischen Hintergrunds", kritisiert allerdings die bisweilen mit wenig Phantasie konstruierten Dialoge und die Übersetzung. Jedoch falle diese Schwäche angesichts der Dramatik des Romans kaum ins Gewicht.
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